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Im Jahr 2032 ist der Computer nur noch Elektroschrott – diese These hat Prof. Dr. Lutz Heuser mit rund 40 Forschern und Wissenschaftlern in dem Buch Heinz’ Life – vom Kommen und Gehen des Computers aufgestellt. Nun entwickelt er das Konzept in diesem Blog weiter.·

In einem bisher unveröffentlichten Kapitel blickt die Titelfigur Heinz auf das kommende Jahr und fragt sich: Was erwartet uns 2011.

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heinz-lifeHeinz´Life als innovatives Geburtstagsgeschenk - erfahren Sie mehr über die These in Heinz´Life:

„In 20 Jahren sind Computer nur noch Elektroschrott“ !

 

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Ich freue mich auf jeden weiteren Blick in die Kristallkugel...

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Timo Leimbach



06.12.2010 22:35:42

Ohne Software würde heute kein Auto mehr fahren, doch so interessant wie ein Auto findet Software niemand. Warum?


Deutschland ist wie jedes andere westliche Industrieland abhängig von Software, sowohl was die Entwicklung der Wirtschaft, das Funktionieren der öffentlichen Systeme wie Krankenhäuser, Schulen und Verwaltung als auch das Alltagsleben seiner Bürger angeht.


Die Mehrzahl der Industrieprodukte, die besonders wichtig für den deutschen Erfolg auf dem Weltmarkt sind, hängen vom Einsatz von Software ab. Gleichzeitig ist Software der Schlüssel zur Erzielung von Produktivitätsgewinnen, die es Deutschland ermöglichen, international wettbewerbsfähig zu bleiben. Nicht umsonst waren gerade softwareintensive Branchen in den letzten 15 Jahren für mehr als die Hälfte des gesamtwirtschaftlichen Wachstums verantwortlich.


In dieser Zeit schuf Software in Deutschland die meisten Jobs und auch beim Wachstum der Wertschöpfung gehört sie in diesem Zeitraum zu den führenden Branchen (Platz 4). Gleichzeitig sind die Zukunftsaussichten für das weitere Wachstum der Branche sehr positiv. In den nächsten 15 bis 20 Jahren wird sich die Anzahl der Jobs nochmals verdoppeln. Genauso wird die Wertschöpfung wachsen, so dass die Softwarebranche was die volkswirtschaftliche Bedeutung betrifft, mit anderen wichtigen Branchen wie dem Maschinenbau und dem Automobilbau auf einer Stufe stehen wird.

Doch die deutsche Softwarebranche kämpft mit einer Vielzahl von Problemen. Ein wesentlicher Punkt dabei ist die geringe Wahrnehmung von Software sowohl als wichtige Technologie wie auch als eigenständige Branche – und in der Politik wie in der Öffentlichkeit.

Die deutschen Softwareunternehmen sind zwar hoch innovativ, aber in der Kommerzialisierung ihrer Ideen haben sie oftmals Probleme und müssen ausländischen Konkurrenten das Feld überlassen. Um dies zu ändern, müssten die Kommerzialisierungsbemühungen von Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten deutscher Forschungseinrichtungen und Unternehmen verbessert werden.
Zwar ist Deutschland schon heute ein wichtiges Exportland von Software, doch in Zukunft könnte Software ein weiterer deutscher Exportschlager neben Autos sein. Dazu wären Maßnahmen auf nationaler Ebene als auch ein entsprechender Einsatz auf europäischer Ebene notwendig.

Gleichzeitig würde eine solche Wachstumshilfe das Entstehen schnell wachsender, junger Unternehmen fördern.
Gleichzeitig kann Software zur Lösung der globalen Herausforderungen wie beispielsweise Klimawandel, Mobilität, Integration, Überalterung oder Bildung, denen sich eine moderne Gesellschaft gegenübersieht, einen aktiven und wichtigen Beitrag leisten können. Somit ist Software in vielerlei Hinsicht ein wesentlicher Teil der Zukunft einer modernen, demokratischen und offenen Gesellschaft.

Wenn Deutschland eine solche Gesellschaft in Zukunft sein möchte, muss es jetzt aufwachen um seine Chance zu nutzen.

von Timo Leimbach, Fraunhofer ISI Karlsruhe


  Prognose 2011 | Software | Heinz Life
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