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Im Jahr 2032 ist der Computer nur noch Elektroschrott – diese These hat Prof. Dr. Lutz Heuser mit rund 40 Forschern und Wissenschaftlern in dem Buch Heinz’ Life – vom Kommen und Gehen des Computers aufgestellt. Nun entwickelt er das Konzept in diesem Blog weiter.·

In einem bisher unveröffentlichten Kapitel blickt die Titelfigur Heinz auf das kommende Jahr und fragt sich: Was erwartet uns 2011.

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heinz-lifeHeinz´Life als innovatives Geburtstagsgeschenk - erfahren Sie mehr über die These in Heinz´Life:

„In 20 Jahren sind Computer nur noch Elektroschrott“ !

 

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Ich freue mich auf jeden weiteren Blick in die Kristallkugel...

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Tag: Software

07.12.2010 08:13:40
Max Mühlhäuser

Deutschland ist eine starke IT-Nation – und trotzdem verschwinden die „Global IT Player“ von der Deutschen Landkarte. Vorbei die Zeit, als Hersteller-Namen wie Nixdorf und Siemens im Verbund mit Software-Größen wie SAP und Netzwerk-Größen (u.a. wieder Siemens) im globalen IT-Chor mitsangen. Als einer der Letzten hat Siemens inzwischen das Licht ausgeknipst, d.h. seine IT-Sparte umgebaut zur Support-Truppe für die lukrativer erscheinenden Geschäftszweige wie Medizin und Anlagenbau. Mercedes war diesen Weg schon Jahre zuvor gegange (nach einer weit weniger rühmlichen „Erfolgsgeschichte“).

Die Software AG hat trotz Akquisition von IDS Scheer – wenn alles gut geht – noch eine ordentliche Wegstrecke zu gehen bis zu einem Platz unter den ganz Großen. Und falls SAP seine großen Herausforderungen nicht (allein) stemmen würde – wo wäre noch ein Global Player der Deutschen IT? Kann uns das egal sein? Nein, denn unser IT-Ökosystem braucht Große und Kleine, die Gründe hierfür
kann man bei den führenden IT-Nationen studieren. Und die IT bleibt die Speerspitze der Hochtechnologie, gerade in einem Lohnkosten-intensiven und rohstoffarmen Land wie Deutschland – daran ändert auch die Tatsache nichts, dass es inzwischen pressewirksamere (und damit von Politikerinnen lieber heimgesuchte) Bereiche gibt.

Gibt es ein unerkanntes Zukunftsthema für die Deutsche IT? *JA!* E-Energy, E-Mobility und andere ganz große Zukunftsprojekte unserer Nation bringen einen Umbau Deutschlands mit sich zu einem Staat, dessen Kritische Infrastrukturen – Verkehr, Energie, Logistik usw. – immer mehr vom Internet als *hyperkritischer Infrastruktur* abhängen – das ist Gefahr und Chance in einem: Deutschland muss führend werden bei sicheren und zuverlässigen IT-Infrastrukturen!

Deutschlands IT-Strategie muss Chefinnen-Sache sein!

von Prof. Dr. Max Mühlhäuser, Technische Universität Darmstadt


  Jahr 2011 | IT | Software | Software AG | IDS Scheer | SAP
Kommentare 11Besuche: 2679  

06.12.2010 22:35:42
Timo Leimbach

Ohne Software würde heute kein Auto mehr fahren, doch so interessant wie ein Auto findet Software niemand. Warum?


Deutschland ist wie jedes andere westliche Industrieland abhängig von Software, sowohl was die Entwicklung der Wirtschaft, das Funktionieren der öffentlichen Systeme wie Krankenhäuser, Schulen und Verwaltung als auch das Alltagsleben seiner Bürger angeht.


Die Mehrzahl der Industrieprodukte, die besonders wichtig für den deutschen Erfolg auf dem Weltmarkt sind, hängen vom Einsatz von Software ab. Gleichzeitig ist Software der Schlüssel zur Erzielung von Produktivitätsgewinnen, die es Deutschland ermöglichen, international wettbewerbsfähig zu bleiben. Nicht umsonst waren gerade softwareintensive Branchen in den letzten 15 Jahren für mehr als die Hälfte des gesamtwirtschaftlichen Wachstums verantwortlich.


In dieser Zeit schuf Software in Deutschland die meisten Jobs und auch beim Wachstum der Wertschöpfung gehört sie in diesem Zeitraum zu den führenden Branchen (Platz 4). Gleichzeitig sind die Zukunftsaussichten für das weitere Wachstum der Branche sehr positiv. In den nächsten 15 bis 20 Jahren wird sich die Anzahl der Jobs nochmals verdoppeln. Genauso wird die Wertschöpfung wachsen, so dass die Softwarebranche was die volkswirtschaftliche Bedeutung betrifft, mit anderen wichtigen Branchen wie dem Maschinenbau und dem Automobilbau auf einer Stufe stehen wird.

Doch die deutsche Softwarebranche kämpft mit einer Vielzahl von Problemen. Ein wesentlicher Punkt dabei ist die geringe Wahrnehmung von Software sowohl als wichtige Technologie wie auch als eigenständige Branche – und in der Politik wie in der Öffentlichkeit.

Die deutschen Softwareunternehmen sind zwar hoch innovativ, aber in der Kommerzialisierung ihrer Ideen haben sie oftmals Probleme und müssen ausländischen Konkurrenten das Feld überlassen. Um dies zu ändern, müssten die Kommerzialisierungsbemühungen von Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten deutscher Forschungseinrichtungen und Unternehmen verbessert werden.
Zwar ist Deutschland schon heute ein wichtiges Exportland von Software, doch in Zukunft könnte Software ein weiterer deutscher Exportschlager neben Autos sein. Dazu wären Maßnahmen auf nationaler Ebene als auch ein entsprechender Einsatz auf europäischer Ebene notwendig.

Gleichzeitig würde eine solche Wachstumshilfe das Entstehen schnell wachsender, junger Unternehmen fördern.
Gleichzeitig kann Software zur Lösung der globalen Herausforderungen wie beispielsweise Klimawandel, Mobilität, Integration, Überalterung oder Bildung, denen sich eine moderne Gesellschaft gegenübersieht, einen aktiven und wichtigen Beitrag leisten können. Somit ist Software in vielerlei Hinsicht ein wesentlicher Teil der Zukunft einer modernen, demokratischen und offenen Gesellschaft.

Wenn Deutschland eine solche Gesellschaft in Zukunft sein möchte, muss es jetzt aufwachen um seine Chance zu nutzen.

von Timo Leimbach, Fraunhofer ISI Karlsruhe


  Prognose 2011 | Software | Heinz Life
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05.12.2010 18:12:33
Bernd Hartmann

Während die letzte Dekade davon geprägt war, dass die Welt ins Netz ging, zeichnen sich die nächsten zehn Jahre dadurch aus, dass das Netz in die reale Welt geht. Auch in 2011 wird daher die Anzahl der täglichen Kontaktpunkte jedes Bürgers mit Software weiter zunehmen, im selben Maße, in dem IT immer weitere Bereiche unseres Arbeits- und Freizeitlebens durchdringt.

Insbesondere die Möglichkeiten des mobilen Internets werden im kommenden Jahr weiter ausgelotet. Ich denke, dass Software auf dem besten Wege ist, den Fernseher als Leitmedium unserer Gesellschaft zu verdrängen. Von 2011 erwarte ich neue Momente des Staunens über die Möglichkeiten von Software.

Der Schriftsteller Arthur C. Clarke hat einmal gesagt:  ‚Jede hinreichend fortschrittliche Technologie ist von Magie nicht zu unterscheiden’. Wenn ich mein Handy vor den Nachthimmel halte und es sagt mir, welches Sternbild ich sehe, wenn ich in Echtzeit weiß, wo auf der Erde meine Bekannten gerade sind und womit sie beschäftigt sind oder wenn ich durch sanftes Streichen mit den Fingern Objekte auf einem Touchscreen verschiebe, dann sind das solche magischen Momente.

Doch die wesentliche Herausforderung besteht darin, möglichst viele Menschen auf diesem Weg mitzunehmen und zu kompetenten Nutzern zu machen  -damit Deutschland eine Gesellschaft wird, für die IT kein Hexenwerk sondern ein selbstverständliches Handwerk ist.

von Bernd Hartmann, Pressesprecher des Software Clusters

Wie es 2011 in Deutschland aussehen könnte, beschreiben in den kommenden Tagen an dieser Stelle Gastautoren, die es wissen müssen.

Ganz anderer Meinung? Wir freuen uns auf jeden weiteren Blick in die Kristallkugel – hier in den Kommentaren, als Replik im eigenen Blog, per Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.


  Prognose 2011 | Software | IT
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