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Im Jahr 2032 ist der Computer nur noch Elektroschrott – diese These hat Prof. Dr. Lutz Heuser mit rund 40 Forschern und Wissenschaftlern in dem Buch Heinz’ Life – vom Kommen und Gehen des Computers aufgestellt. Nun entwickelt er das Konzept in diesem Blog weiter.·

In einem bisher unveröffentlichten Kapitel blickt die Titelfigur Heinz auf das kommende Jahr und fragt sich: Was erwartet uns 2011.

Geschenk gesucht ?

heinz-lifeHeinz´Life als innovatives Geburtstagsgeschenk - erfahren Sie mehr über die These in Heinz´Life:

„In 20 Jahren sind Computer nur noch Elektroschrott“ !

 

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Inhaltsangabe

Ich freue mich auf jeden weiteren Blick in die Kristallkugel...

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Tag: IT-Gipfel

13.12.2010 17:00:00
Heinz Life

Danke für Eure Beiträge und die tollen Tipps - habe mit vielen Kollegen und Teilnehmern des IT-Gipfels über Eure Anregungen sprechen können. Hier jetzt meine Einschätzung zu den Ergebnissen des Gipfels. 

Viele Grüße
Heinz

 

Der IT-Gipfel ist vorbei und die Teilnehmer sind wieder zurück an ihrem Arbeitsplatz. Was haben wir gelernt? Deutschland ist Mittelmaß. Das klingt eigentlich nicht besonders toll. Schläft IT-Deutschland tatsächlich?

Tatsache ist, dass 40% aller Innovationen in allen Bereichen der Wirtschaft basieren auf Informationstechnologie und das bedeutet: Ohne IT läuft nichts mehr. Daher kann man das Internet und die Rechner als die wichtigste und somit kritischste Infrastruktur der heutigen Zeit bezeichnen. Ist uns das eigentlich wirklich bewusst? Denken wir nicht eher daran, dass das Internet ist die ideale Plattform, um YouTube-Videos anzuschauen und uns in sozialen Netzwerke zu verabreden? Ist das Netz denn nun eins für Konsumenten oder eins für Unternehmen? Sehen wir gerade möglicherweise einen Wandel des Internets? Vom Internet der Daten und Informationen zum Internet der Dienste und Apps ?

Zurück zum IT-Gipfel: Sicherheit und Privatsphäre waren dominierende Themen dieses fünften IT-Gipfels in Dresden. Schon zu Beginn machte Rainer Brüderle klar, dass der Schutz unserer Privatsphäre auch ein wichtiges Anliegen der Bundesregierung, wie schon Tage zuvor von Thomas de Maizière  und Sabine Leutheusser-Schnarrenberger  gefordert. Allerdings klingt das noch nicht nach einem gemeinsamen Chor, sprich einem gemeinsamen Vorgehen. Das konnten auch die Vorstellungen der verschiedenen Arbeitsgruppen zu diesem Thema nicht liefern. Viele Aktionen scheinen schon am Laufen zu sein, warum haben wir dann das Problem des Schutz der Privatsphäre? Brauchen wir mehr Aufklärung oder bessere Technologie?

Was ist eigentlich mein ganz persönliches Bedürfnis im Netz ?   |  Wie viel Schutz brauche ich ?   |  Sind wir hysterisch ?

 

Wer ist da draußen im Internet und was weiß der über mich?


  IT-Gipfel | IT | Privatsphäre
Kommentare 9Besuche: 2803  

07.12.2010 19:40:12
Andreas Rudolph

Produkte die begeistern

Im vergangenen Jahr habe ich gute und schlechte IT Produkte gesehen. Ganz unverkennbar ist das iPad zum Massenphänomen geworden.

Spätestens damit ist ganz deutlich geworden, daß in der heutigen IT "Begeisterung" ganz oben in der Nahrungskette steht. Ich bin mir nicht sicher, ob auch schon jede unserer IT Firmen dies so verstanden hat. Zeit wird's.

Ein kleiner Rückblick: Damals, als es mit den PCs losging, konnte Software eigentlich nicht kompliziert genug sein. Individuelle Software, und Schulung - davon liess sich leben. Weil "kompliziert" den Kunden auf Dauer zu unwirtschaftlich war, wurde standardisiert, und Funktionalität entwickelt. Erklärtes Ziel war die Erschaffung der "ultimativ-eierlegenden-Wollmilchsau-Applikation" (ueWA), auch bekannt als "Komplexität".

Die IT fand's gut; die Nutzer begannen irgendwann zu stöhnen, weil sie verstanden haben "ueWA" = "schwer bedienbar". Kunden stöhnen? Das ist nicht gut… Vereinfachung war angesagt. Manche IT Firmen haben "Lipstick on a Pig" gemalt. Andere haben Apps entwickelt, wie sie zum iPad gehören, und wirklich vereinfacht.

In 2011 kommen die Apps auf den PC. Genaugenommen wird das Konzept von Apps und Appstore in das neue Apple Betriebssystem aufgenommen. Es ist also abzusehen, daß die Zeit der ueWA vorbei ist.

Und nun Sie, werter Gipfelteilnehmer: Können alle unsere deutschen IT Firmen Apps?

Ich denke nicht. Um erfolgreiche Apps zu schreiben, ist es notwendig, daß sie genau verstehen, was Kunden sich wünschen. Gerade auf diesem Gebiet sind viele techniklastige IT Firmen noch schlecht aufgestellt. Ok. Damit ist die Hausaufgabe für Weihnachten klar - Darüber nachdenken, wie meine Firma aufgestellt sein muss, damit sie versteht, was Kunden wollen.

Geschäftsmodelle im Internet - Aber sicher

Bereits in den letzten Jahren hat sich ein Trend gezeigt, der spätestens 2010 offensichtlich geworden ist: IT kann uns teurer sein, als vielen lieb ist. Die hohen Kosten bemerken die Unternehmen, die eine eigene IT Landschaft unterhalten müssen, um ihren Geschäftsbetrieb aufrechtzuerhalten.

Viele dieser Firmen blicken in den Himmel, sehen die Wolken, und haben ihren Ausweg gefunden: Die "Cloud".

Firmen die mit der Cloud arbeiten, greifen über das Internet auf Software zu, die sich irgendwo im Netz befindet, und sie speichern auch ihre Daten dort.

Aus diesem Trend ergeben sich zwei Anforderungen, die unseren IT Firmen im nächsten Jahr Kopfzerbrechen bereiten werden, die aber auch Chancen bieten können:

  • Es entstehen neue Geschäftsmodelle in der Cloud. Diese können aber nur von den Firmen genutzt werden, die in der Lage sind, die Kundenbedarfe richtig zu verstehen.
  • Datensicherheit, und Datenintegrität wird zunehmend entscheidend für die Existenz von Unternehmen, gerade dann, wenn die Daten auf fremden Servern gespeichert werden.

Glücklicherweise hat das BMWi eine Studie zum Thema "Das wirtschaftliche Potenzial des Internet der Dienste" veröffentlicht. Die Gesellschaft für Informatik e.V. (GI) hat zudem zehn Thesen zu Sicherheit und Datenschutz in Cloud Computing formuliert (nachzulesen bei www.kompetenznetze.de)

Um 2011 gleich richtig starten zu können, sollten Sie, werter Gipfelteilnehmer die ruhigen Weihnachtsfeiertage nutzen, um beide Studien zu lesen.

von Andreas Rudolph, produkt-manager.net


  IT | IT-Gipfel | Apps | iPad
Kommentare 17Besuche: 2938  

06.12.2010 09:23:31
Peter Poths

4. Dezember 2010: Am Dienstag werde ich die Kanzlerin Frau Dr. Angela Merkel anlässlich des in Dresden stattfindenden IT-Gipfels der Bundesregierung treffen.
Ich, Heinz, treffe die Kanzlerin. Mann, hätte ich auch nie gedacht.

Beim IT-Gipfel werden die wichtigsten Projekte im Bereich der IT in Deutschland vorgestellt. Doch wenn man sich die aktuelle IT-Landschaft betrachtet, hat man den Eindruck, dass alles in Amerika passiert. Google, Apple, Amazon – man hat immer das Gefühl, dass ein Deutschland die Zeit verschlafen wird.

Ich denke aber, wir müssen nur tiefer graben. Denn neben den ganz großen Playern in Deutschland wie SAP und Siemens sind es immer mehr KMUs, die innovativ sind. Dies zeigt sich auch in verschiedenen Forschungsprojekten der Bundesregierung, wo KMUs vielfach die unmittelbar verwertbaren Ergebnisse liefern. Keine Forschung für die Schublade, sondern konkrete Anwendungsfelder, die nach Abschluss der Forschung kurzfristig in reale Produkte überführt werden.

Hier sollte die Bundesregierung mehr tun. Das Gebiet der Entwicklung von betriebswirtschaftlich interessanten Applikationen (Apps) für mobile Endgeräte wird immer wichtiger und einige der KMUs sind hier sehr aktiv. Das muss in den Fokus rücken, zusammen mit USDL, der neuen ultimativen Beschreibungssprache für Services. Und das bringt eine KMU sogar jetzt schon auf die Handys.

Das erleichtert die Programmierung und bringt spannende Anwendungen. Super!

Ja, genau so erzähle ich es Ihr...

von Peter Poths, Vorstand B2M Software AG

Wie es 2011 in Deutschland aussehen könnte, beschreiben in den kommenden Tagen an dieser Stelle Gastautoren, die es wissen müssen.

Ganz anderer Meinung? Ich freue mich auf jeden weiteren Blick in die Kristallkugel – hier in den Kommentaren, als Replik im eigenen Blog, per Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.


  USDL | KMU | SAP | IT-Gipfel | Prognose 2010 | Heinz Life
Kommentare 16Besuche: 3105  

03.12.2010 20:00:50
Reinhard Karger

5. IT-Gipfel, Dresden, 7. Dezember 2010: Der Winter war früh und ein Einbruch im Herbst. Eigentlich wollte ich bei Schnee und Eis gar nicht zum IT-Gipfel nach Dresden fahren. Aber es war der 5. und er wird mit jedem Mal sinnvoller. Nicht nur, weil ich einige Kollegen treffe und Freunde, sondern weil fast alle Kollegen von fast allen IT-Unternehmen dort sind, zusammen mit Politik und für mich vielleicht am wichtigsten, auch die Wissenschaftler aus den Firmen, den Instituten und Forschungszentren. Innovation liegt in der Luft.

Diesmal lief alles noch besser als gedacht. Plötzlich stand die Bundeskanzlerin neben mir, ich dachte noch, Angie und lächelte. Anscheinend kompetent und alert. Sie fragte mich, ja, und was soll geschehen 2011, ob IT-Deutschland schlafen würde. Ja, habe ich gesagt. Da hätte ich eine Idee, sagte ich, und sie nickte, vielleicht ein wenig ungeduldig, komm zur Sache, wollte sie offensichtlich
sagen. Und dann unterhielten wir uns.

USDL wird verschlafen. Ihre Begleiter waren genervt, sie interessiert. Ich war überrascht, sie kennt das Internet der Dinge und Dienste, wahrscheinlich, weil sie Theseus verfolgt und darüber informiert wird. Und ich glaube, sie hat auch schon mal Unified Service Description Language gehört. Ich habe ihr vom acatech Symposium im September in Berlin berichtet und dass es das richtige Signal
gewesen wäre, hätte sie teilgenommen. Denn dort war USDL ein wichtiges Thema und sie hätte die leuchtenden Augen der Industrie selber sehen sollen. Ihre Begleiter schauten immer genervter, aber da ich gefragt wurde, musste ich die Chance nutzen.

USDL kombiniert vereinzelte Dienstleistungen zu komplexen Angebote, die individualisierte Bedürfnisse erfüllen können. Aber ein wirtschaftlicher Durchbruch wird es erst, wenn es auch ein internationaler Web-Standard ist und für Standards braucht man Unterstützung und die Politik. Es sieht gut aus, erst Recht, weil das W3C jetzt endlich das Deutschlandbüro am DFKI in Berlin
eröffnet.

USDL, sagte ich, könnte so wichtig für die Dynamisierung der Dienstleistungswirtschaft sein, wie HTML für den Erfolg des WWW. Das Internet ist schon Jahrzehnte alt, das Web erst 20 Jahre. HTML war der Durchbruch für das Web, weil es die Standard-Seitenbeschreibungssprache wurde. Geeignet für Text, Grafik, und Layout. Mit USDL werden Dienstleistungen beschreibbar, frei kombinierbar und - letztendlich verbunden auch mit dem neuen elektronischen Personalausweis - werden sie handelbar und der alte Traum wird wahr: Die Web-Wirtschaft, die hochindividualisierte Angebote und maßgeschneiderte Dienste ermöglicht und an der jeder teilhaben kann. Die Bundeskanzlerin sah mich an, lächelte und ich glaube, sie hatte spontan einen Plan, wollte meine Visitenkarte
haben und verabschiedete sich.

Vielleicht wacht IT-Deutschland ja 2011 doch noch auf.

von Reinhard Karger, Unternehmenssprecher des Deutschen Forschungszentrums für Künstliche Intelligenz, DFKI

 

Wie es 2011 in Deutschland aussehen könnte, beschreiben in den kommenden Tagen an dieser Stelle Gastautoren, die es wissen müssen.

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